Geschichte der Implantolgie

Der Wunsch der Menschheit, verloren gegangene Zähne durch künstliche Implantate zu ersetzen, fand seinen Ursprung bereits vor über 2000 Jahren. Für die Entwicklung der heutigen Implantologie haben die prähistorischen Funde jedoch keine große Bedeutung, da es sich eher um Einzelexperimente kultischen Brauchtums handelte als um eine systematisch angewendete Verfahrenstechnik, die dazu diente, verloren gegangene Zähne zu ersetzen.

Die zahlreichen Versuche in der vor- und nachchristlichen Zeit, verloren gegangene Zähne zu ersetzen, bedienten sich dabei aller möglichen Materialien und Mittel. Dem Erfindungsgeist waren keine Grenzen gesetzt, um eingebüßte Zähne durch Materialien wie Holz, Elfenbein, Metalle oder Knochen zu ersetzen.

Ein spektakulärer Fund gelang französischen Anthropologen in Frankreich bei der Untersuchung eines Schädelfundes aus der Römerzeit. Die radiologische Untersuchung ergab ein integriertes Bronzeimplantat im Bereich eines oberen Prämolaren. Die Grabanlage stammte aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christi.

Kurzer Geschichtsabriss

1100 nach Christi
Erstmalige Empfehlung von Ala Bukasim zur Verpflanzung von Zähnen.

1888
In Frankreich werden jungen Menschen gegen Entgelt Zähne extrahiert und Patienten reicher Schichten eingepflanzt (transplantiert).

1900
Verschiedene Wissenschaftler empfehlen die Verwendung fremder metallischer oder elfenbeinartiger Materialien zur Implantation.

1939
Die Gebrüder Storck entwickeln erstmals Implantate mit Gewindeform aus Vitallium.

1962
Skialom inseriert nadeiförmige Implantate zu dritt oder als Nadelstraße aus dem neuartigen Werkstoff Tantal.

1965
Tramonte entwickelt schraubenförmige Implantate aus verschiedenen Metallarten.

1965
Branemark: Seine Studien führten zu Begriffen wie "Osseointegration" und "gewebeintegrierter Zahnersatz". Diese Begriffe werden zu Standard-begriffen in der zahnärztlichen Implantologie, da sie beweisen, dass sich Knochen direkt an den Implantatoberflächen unter funktioneller Belastung fest anlagert.

Das Branemark-Verfahren verbreitet sich in den USA und später auch in Deutschland, hauptsächlich an den Universitäten und in speziellen kieferchirurgischen Praxen.

1966
Linkow propagiert Schraubenimplantate aus verschiedenen Materialien.

1967
Linkow setzt erstmals Blattimplantate aus Titan (Blade-Vents).

1971
Heinrich entwickelt Schraubenimplantate aus verschiedenen Materialien. In immer stärkerem Maße konzentrieren sich die Entwicklungen auf zylindrische und schraubenförmige Gestallung der Implantate unter der Bezeichnung "rotationssymmetrische Implantate".